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LVA Event
So
1
15:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.144) „Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“
So, 1. Oktober
15:00 - 01:00
Votivpark, 1090 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
„Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“



Termin: 1. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Ort: Votivpark, 1090 Wien

 

Dieses künstlerische Projekt bietet eine Einführung in künstlerisches Denken und Handeln anhand der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Performance und ihrer gesellschaftspolitischen Dimension, insbesondere in Bezug auf den urbanen Raum.

Als Antwort auf die Teilnahme an der Performance von Claudia Bosse „Explosion der Stille“ (1.10.-19.10.2017) werden die StudentInnen selbst kleine „Gesten“ im Sinne von „Silllegung“ entwickeln und dafür jeweils den passenden Kontext/ Ort in Wien suchen. 

Die praktische Erfahrung wird ergänzt durch einen Überblick über wesentliche aktuelle Positionen von KünstlerInnen, die mit dem Format von Performance arbeiten und dabei gesellschaftliche Veränderungen anstreben. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung von urbanen „Gesten“, die konkret in die urbane Praxis eingreifen werden. Die Geste ist ein bescheidenes Mittel, das wir aktiv als Möglichkeit eines stillem Widerstands explorieren wollen. Ähnlich wie das Lachen in ausweglosen Situationen als letztes Mittel des Widerstands (z.B. in Syrien) praktiziert wird, kann auch das aktive Lahmlegen oder die Entschleunigung als Zurücknahme - entgegen offensiver aktivistischer Formen - genutzt werden, um Veränderungen anzuregen.

 

weitere Informationen im TISS


 
Termine:

Workshop: Sonntag, 1. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Einführung: Donnerstag 5. Oktober, um 10:00 -13:00, Karlsgasse 13, 1. Stock, SR 264/1
Workshop: Sonntag, 8. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Workshop: Dienstag, 17. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien
Workshop: Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien

Dauer: jeweils circa 3 Stunden


(Image: 
Performance / G20-Gipfel Hamburg, 5.7.2017; Foto: Barbara Holub)

 

 
 
 
 
 
LVA Event
Do
5
14:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.178) „DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte“
Do, 5. Oktober
14:00 - 01:00
OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte



Termin: 5. Oktober 2017, 14:00 Uhr
Ort: OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien

 

Als mobiles Raumaktivierungslabor ist das Studio.DISPLACED eine vielseitig nutzbare räumliche Ressource und zugleich Plattform für Vernetzungs- und Aktivierungsaktivitäten.

In diesem Künstlerischen Projekt steht die Prozessorientierung im Vordergrund: Gezielte Recherchen und Kontaktnahmen, das Organisieren von notwendigen Ressourcen und der Aufbau von Netzwerken ist dabei ebenso wichtig wie das Konzipieren und teamorientierte Umsetzen von sozialräumlichen 1:1-Settings. Vorhandene Potenziale sollen im konkreten Kontext der jeweiligen Skills und Interessen der Beteiligten erkannt und genutzt werden.

1:1 sollen in dieser LVA aber auch die menschlichen Beziehungen gestaltet werden: Aus unseren bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen, die Fluchterfahrungen haben, wissen wir, wie wichtig der persönliche Kontakt und das gemeinsame Tun auf Augenhöhe ist: Unsere ArbeitspartnerInnen werden vor allem aus dem nahe gelegenen Haus Erdberg kommen.

Durchaus willkommen ist es aber auch, auf bereits vorhandenen persönlichen Kontakten zu geflüchteten Menschen aufzubauen und diese in das Künstlerische Projekt miteinzubeziehen.

 

weitere Informationen im TISS



 

 
 
 
 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13
 

Einführung

Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr (im Anschluss geht es mit den Vorlesungen und Übungen weiter! – siehe TISS)
Ort: Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13

 

Eine Stadt ohne Zeichen wäre rätselhaft. Aber auch eine Stadt mit vielen Zeichen gibt Rätsel auf. Die Semiologie der Stadt, das System aus Zeichen und Symbolen, überformt den gebauten Raum, setzt sich als sekundärer Raum davor, und ist ephemer und wechselhaft. 

Wir beschäftigen uns mit diesen Zeichensystemen auf unterschiedlichen Ebenen, und führen umfangreiche Analysen dazu durch. Wir entwickeln Konzepte für offene Fragen, und schalten uns in die geordnete und ungeordnete Welt der Zeichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2 (264.148)
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2
Art in Changing Environments / Kunst in einer sich verändernden Umwelt 


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Ort: Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien

 

Erstes Gesetz der Ökologie ist, dass alles mit allem verbunden ist (Barry Commoner). Migration aufgrund von Klimawandel, Hurrikans und ihre Repräsentationen, apokalyptische Narrative und optimistische Projekte, verschwindende Städte, Pilze am Ende der Welt und Raubvögel in Erzminen. KünstlerInnen setzen sich mit diesen ökologischen Veränderungen auseinander. Ihre Arbeit steht oft an der Schwelle zu Aktivismus, und AktivistInnen bedienen sich künstlerischer Strategien. Aufgrund sich verändernder ökologischer Landschaften stellen wir im Seminar die Frage nach verschiedenen Prozessen, die Veränderungen auslösen und analysieren solidarische, reaktive und kritische Herangehensweisen von KünstlerInnen, ArchitektInnen, AktivistInnen und TheoretikerInnen.

 

Im Mittelpunkt stehen konkrete räumliche Veränderungen, die mit ökologischen Krisen, Katastrophen, aber auch mit neuen Verbindungen einher gehen. Wer sind die AkteurInnen und wer ist von den Auswirkungen betroffen? Nach Judith Butler kann das nicht immer voneinander getrennt betrachtet werden - schon gar nicht nach ökologischen Gesichtspunkten. Jedenfalls wollen wir diesen komplexen Verhältnissen nachgehen und sie in kritischen Recherchen und Projekten festhalten.

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Leila in the Reindeer Dress © Cooper & Gorfer)

 

 
 
 
 
 
LVA Event
Di
17
16:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung (264.072)
Di, 17. Oktober
16:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 
Andere Märkte: Die Architektur der informellen Ökonomie 


Termin: 17. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

In seinem im März 1967 gehaltenen und posthum publizierten Vortrag "Andere Räume" ("Des espaces autres") erörterte Michel Foucault, wie Raum in unserem Zeitalter immer mehr die Form von Beziehungen zwischen Schauplätzen angenommen hat. Er stellte fest, dass in unserer Erfahrungswelt Kontinuität und Dauer von einem ständigen Verbindung-Schaffen verdrängt wurden. An die Stelle klarer Raumprogramme sind instabile Gelegenheitsstrukturen getreten. In jedem von uns benutzten Raum sind so immer auch andere Räume eingelagert - Schattengebilde, Sonderzonen, Ausweichgebiete, Grauräume, Neuland. Vor dem Hintergrund der ökonomischen, politischen und technologischen Umbrüche unserer Zeit wollen wir uns im Wintersemester 2017/18 mit einem ausgewählten Beispiel solcher "anderer Räume" beschäftigen: Mit der Vielfalt informeller Märkte, die im Zuge der globalen Ökonomie entstanden sind.

Vom internationalen Kofferhandel bis zum "wilden" Straßenverkauf, von Untergrund-Märkten bis zu Schwarzmarkt-Arealen, und von alternativen Ökonomien bis zu metropolitanen Hipster-Basaren: Informelle Märkte sind Schauplätze im urbanen Gewebe, an denen nicht nur Waren außerhalb der Norm gehandelt werden, sondern auch Bilder, Gedanken und Werte zwischen unterschiedlichen Welten zirkulieren. Im Seminar setzen wir uns gezielt mit diesen Schauplätzen auseinander, indem wir ihre räumlichen Strukturen, sozialen Milieus und politischen Konditionen untersuchen: Wie funktioniert ein informeller Markt? Welche Akteure spielen eine Rolle? In welchen Räumen findet Schleichhandel statt und wie gestaltet sich das Umfeld eines solchen Marktes? Wie verhält sich dieser Handel zur "geregelten" kapitalistischen Marktökonomie und deren Anspruch auf Raum? Und welche Rolle spielt Architektur in diesem Gefüge? Auf diesen Einstiegsfragen aufbauend widmen wir uns den unterschiedlichen Ausprägungen informeller Ökonomie, indem wir zum einen konkrete Schauplätze besprechen und zum anderen ausgewählte Literatur gemeinsam diskutieren.


Anhand von Literaturstudium, Diskussionen, eigenständigen Recherchen und individuell verfassten Seminararbeiten wollen wir uns in dieser Lehrveranstaltung ein besseres Verständnis der weltumspannenden Geographie dieser neuartigen und extremen räumlichen Konfigurationen der informellen Ökonomie erarbeiten. Als Basis dienen uns dabei Schlüsseltexte von AutorInnen wie Saskia Sassen, Mike Davis oder Teddy Cruz sowie Ergebnisse des am Institut für Kunst und Gestaltung selbst durchgeführten langjährigen Forschungsprojekts Informal Market Worlds. 

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Smorgasburg, Brooklyn, New York, 2014)

 

 
 
LVA Event
Di
17
11:00
Einführung Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie (264.152)
Di, 17. Oktober
11:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie
OpenArchitecture

 

Termin: 17. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

Die rasante Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien der letzten Jahre hat nicht nur unseren Alltag entscheidend verändert, sondern auch begonnen, die Bedingungen der Architekturproduktion grundlegend umzugestalten. Anstelle von klar zugeordneten Rollen und Aufgabenstellungen gewinnen in der Durchführung architektonische Projekte flexible Zusammenschlüsse, die sich auf einen Pool an virtuell erreichbare Ressourcen stützen, zunehmend an Bedeutung.

 

Das betrifft zum einen die Frage der Initiierung und Finanzierung von Projekten (z.b. Crowdfunding in allen seinen Varianten) aber auch die Frage der Gestaltung von Architektur selbst: OpenArchitecture beschreibt hier einen Prozess, in dem nicht nur innerhalb einer geschlossenen Gruppe an einem Entwurf gearbeitet wird, sondern über die Nutzung neuer Interaktionsplattformen eine Vielzahl an Betroffenen und Interessierten Eingaben machen, Veränderungen vornehmen und so an der Gestaltung des 'architektonischen Produkts' mitwirken kann.

 

Das  Schlagwort 'Massenkreativität' verspricht hier für die einen ein neues Zeitalter an Beteiligungsmöglichkeiten, für andere verkündet es das drohende Ende des Berufsstands der Architekt/inn/en. Neben der Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf das zukünftige Betätigungsfeld des Architekten/der Architektin, wollen wir uns in diesem Wahlseminar insbesondere den gesellschaftspolitischen Dimensionen von OpenArchitecture widmen: Inwiefern können diese Entwicklungen der Crowd-Beteiligung ein neues Kapitel der Demokratisierung in der Produktion von Raum einläuten? Oder handelt es sich hier vielmehr um eine neue Welle des Outsourcing, in der Kosten und Risiken immer weiter auf die Allgemeinheit abgewälzt werden?

 

weitere Informationen im TISS

(Image: Imagining the Low Line, New York, 2012 (crowdfunded Prototyp))

 

 
 
 
 
 
LVA Event
Di
10
11:00
Einführung Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)
Di, 10. Oktober
11:00 - 01:00
Audi Max, Getreidemarkt 9
 

Einführung

Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)

Termin: 10. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Audi Max, Getreidemarkt 9

 

An dieser LVA können ausschließlich regulär inskripierte, ordentliche Studierende der Studienrichtung Architektur teilnehmen, da nur eine begrenzte Anzahl an Übungsplätzen zur Verfügung steht!

 

Studierenden anderer Studienrichtungen, MitbelegerInnen und a.o. Studierenden sowie ERASMUS-Studierenden empfehlen wir daher, auf die LVA Nr. 264.124 "Beobachtendes Zeichnen 1", LVA Nr. 264.101 "Konstruktives räumliches Skizzieren 1" oder LVA Nr. 264.122 "Subjektive Räume/Raumutopien" auszuweichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 
 
 
 
Tagung
Do
30
12:00
Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur Tagung an der Kunstuniversität Linz
 

Einladung zur Tagung

Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur


Termin: 30.11. bis 2.12.2017
Ort: Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 6, A-4010 Linz

 
Erinnerungsorte und Gedenkstätten zu den Verbrechen des NS weisen ein fast schon einheitliches Design auf: das wahrnehmbare Grau in Grau soll offensichtlich die Distanz zu den historischen Ereignissen darstellen, während die pädagogische Arbeit oft darauf abzielt in der grauen Umgebung Empathie zu erzeugen. Was sagt die ästhetische Gestaltung dieser Orte über die Praktiken der Erinnerungskultur aus? Welche Erinnerungspolitiken sind mit diesen Ästhetiken verbunden und welche Ästhetisierungsstrategien sind abzulesen?

Die Tagung „Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur“ lädt Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus den Feldern der Gestaltung, Medien/Kunst/Kulturtheorie und Zeitgeschichte sowie Akteur_innen aus der Gedenkstättenarbeit nach Linz ein, um die vielfältigen Zusammenhänge von Gestaltung, Ästhetik und Politik in der gegenwärtigen Erinnerungskultur in Europa zu diskutieren. Dabei umfasst das ästhetische Moment der Erinnerungskultur neben den künstlerischen Auseinandersetzungen mit der NS-Geschichte auch die Inszenierungen der bzw. in den Gedenkstätten, die Anlage von Ausstellungen, Museen oder Denkmälern, die Präsentation von Exponaten und Inhalten, die in Fallbeispielen auf der Tagung zur Diskussion gestellt werden. Über die Analyse hinaus sollen dabei auch Perspektiven und Szenarien künftigen Erinnerns entworfen werden.

U.a. mit Linde Apel, Gudrun Blohberger, Steffi de Jong, Eva Hohenberger, Birgit Kirchmayr, Alexandra Klei, Angela Koch, Elisabeth Kramer, Tomasz Kranz, Inge Manka, Sylvia Necker, Christof Popp, Martin Schmidl, Wolfgang Schmutz, Cornelia Siebeck, Nicole Six & Paul Petritsch, Katharina Struber, Hannes Sulzenbacher, Corinna Tomberger, Heidemarie Uhl, Susanne Wernsing, Georg Wilbertz.

Programm

 

Kontakt:

TU Wien / Institut für Kunst und Gestaltung 1

Inge Manka Univ.Ass. Dr. DI  
i.manka@tuwien.ac.at


Kunstuniversität Linz

Prof. Dr. Angela Koch  
angela.koch@ufg.at


Webpage der Tagung
http://blog.mkkt.ufg.ac.at/grauingrau/



 

 
 
 
 
 
Vortrag
Do
16
17:00
Vortrag: Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad
Do, 16. November
17:00 - 01:00
Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Einladung zu Vortrag und Diskussion


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Im Rahmen des Lehr- und Forschungsprojekts "DISPLACED" (Harather/Stuefer, Institut für Kunst und Gestaltung 1, TU Wien) arbeiten Architekturstudierende mit Asylsuchenden seit Herbst 2015 an sozialräumlichen und kunstbasierten Gestaltungen zum Thema Flucht-Raum-Bildung.
Mit begleitenden Veranstaltungen werden unterschiedliche themenrelevante Perspektiven zur Diskussion gestellt, um auch Interessierte aus anderen (Fach-)Bereichen anzusprechen und die transdisziplinäre und interkulturelle Vernetzung zu stärken:

 

 


Do 16.11.2017 | 17:00 h

Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien


Dr. Eliane Ettmüller (Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien)

 

 

Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad

 

 

Dieser Vortrag wird Einblicke gewähren in die Frauen betreffenden Aspekte der extremistischen und dschihadistischen Ideologie: 

 

Die Ideologie, die zur Errichtung eines idealen islamischen Staates aufruft, weist den Frauen eine klar definierte und unverzichtbare Rolle zu. Berichte über Kleidungs- und Bewegungseinschränkungen sowie Polygamie und Sklavenhaltung scheinen in einem demokratisch und emanzipatorisch orientierten europäischen Kontext wenig einladend. Dennoch zeigten jüngste empirische Studien, dass sich unter den Personen, die aus Europa ins Konfliktgebiet nach Syrien und in den Irak reisten, um sich dschihadistischen Organisationen anzuschließen, tatsächlich um die zwanzig Prozent Frauen befanden. Und nicht nur Europäerinnen ließen sich dafür begeistern, die IS-Frauenkompanie al-Khansa', bewaffnet und mit einem eigenen Medienarm ausgestattet, lockte Migrantinnen vor allem aus Saudi-Arabien mit einem fast emanzipatorisch anmutenden Diskurs zu sich. Sowohl diese als auch die Brautwerber, die Mädchen aus Europa ins IS-Kalifat lockten, erfanden dabei nichts Neues, sondern faszinierten ihre Anhängerinnen mit der tatsächlichen Umsetzung einer seit Jahrzehnten weltweit gepredigten Ideologie.

 

Dr. Eliane Ettmüller studierte Politik- und Religionswissenschaften in Genf und in Madrid.
2006 erhielt sie ein staatliches Stipendium für angehende ProfessorInnen an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, Universidad Complutense de Madrid. Gleichzeitig absolvierte sie den Postgraduierten-Kurs für Politik- und Verfassungswissenschaften am Centro de Estudios Políticos y Constitucionales.
Promotion an der Universität Heidelberg im Fach Islamwissenschaft.
Bereits während ihrer Studien- und Promotionszeit verbrachte sie fast zwei Jahre in Ägypten, wo sie die arabische Sprache erlernte und nach ihrer Promotion an einem Dokumentarfilmprojekt für al-Jazeera mitarbeitete. Danach diente sie als Delegierte dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Jordanien, Genf und Uruguay. Vom 1. November 2015 bis 30. April 2016 leitete sie für das Wiener Rote Kreuz die Flüchtlingsunterkunft Vordere Zollamtsstraße 7 in Wien.
Zurück an der Universität Heidelberg forscht sie nun wieder zu Themen des islamischen Extremismus, denen sie sich seit 2006 fortwährend wissenschaftlich widmet.

 

                     

Karin HARATHER, Ass.Prof. Mag.art. Dr.phil.
TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung 1
A-1040 Wien, Argentinierstraße 8
T: ++43. 1. 58801. 26414
M: ++43. 676. 93 000 23
F: ++43. 1. 58801. 26491
E: kh@kunst.tuwien.ac.at

 

 
 
 
 
 
LVA Event
So
1
15:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.144) „Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“
So, 1. Oktober
15:00 - 01:00
Votivpark, 1090 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
„Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“



Termin: 1. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Ort: Votivpark, 1090 Wien

 

Dieses künstlerische Projekt bietet eine Einführung in künstlerisches Denken und Handeln anhand der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Performance und ihrer gesellschaftspolitischen Dimension, insbesondere in Bezug auf den urbanen Raum.

Als Antwort auf die Teilnahme an der Performance von Claudia Bosse „Explosion der Stille“ (1.10.-19.10.2017) werden die StudentInnen selbst kleine „Gesten“ im Sinne von „Silllegung“ entwickeln und dafür jeweils den passenden Kontext/ Ort in Wien suchen. 

Die praktische Erfahrung wird ergänzt durch einen Überblick über wesentliche aktuelle Positionen von KünstlerInnen, die mit dem Format von Performance arbeiten und dabei gesellschaftliche Veränderungen anstreben. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung von urbanen „Gesten“, die konkret in die urbane Praxis eingreifen werden. Die Geste ist ein bescheidenes Mittel, das wir aktiv als Möglichkeit eines stillem Widerstands explorieren wollen. Ähnlich wie das Lachen in ausweglosen Situationen als letztes Mittel des Widerstands (z.B. in Syrien) praktiziert wird, kann auch das aktive Lahmlegen oder die Entschleunigung als Zurücknahme - entgegen offensiver aktivistischer Formen - genutzt werden, um Veränderungen anzuregen.

 

weitere Informationen im TISS


 
Termine:

Workshop: Sonntag, 1. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Einführung: Donnerstag 5. Oktober, um 10:00 -13:00, Karlsgasse 13, 1. Stock, SR 264/1
Workshop: Sonntag, 8. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Workshop: Dienstag, 17. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien
Workshop: Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien

Dauer: jeweils circa 3 Stunden


(Image: 
Performance / G20-Gipfel Hamburg, 5.7.2017; Foto: Barbara Holub)

 

 
 
LVA Event
Do
5
14:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.178) „DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte“
Do, 5. Oktober
14:00 - 01:00
OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte



Termin: 5. Oktober 2017, 14:00 Uhr
Ort: OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien

 

Als mobiles Raumaktivierungslabor ist das Studio.DISPLACED eine vielseitig nutzbare räumliche Ressource und zugleich Plattform für Vernetzungs- und Aktivierungsaktivitäten.

In diesem Künstlerischen Projekt steht die Prozessorientierung im Vordergrund: Gezielte Recherchen und Kontaktnahmen, das Organisieren von notwendigen Ressourcen und der Aufbau von Netzwerken ist dabei ebenso wichtig wie das Konzipieren und teamorientierte Umsetzen von sozialräumlichen 1:1-Settings. Vorhandene Potenziale sollen im konkreten Kontext der jeweiligen Skills und Interessen der Beteiligten erkannt und genutzt werden.

1:1 sollen in dieser LVA aber auch die menschlichen Beziehungen gestaltet werden: Aus unseren bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen, die Fluchterfahrungen haben, wissen wir, wie wichtig der persönliche Kontakt und das gemeinsame Tun auf Augenhöhe ist: Unsere ArbeitspartnerInnen werden vor allem aus dem nahe gelegenen Haus Erdberg kommen.

Durchaus willkommen ist es aber auch, auf bereits vorhandenen persönlichen Kontakten zu geflüchteten Menschen aufzubauen und diese in das Künstlerische Projekt miteinzubeziehen.

 

weitere Informationen im TISS



 

 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13
 

Einführung

Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr (im Anschluss geht es mit den Vorlesungen und Übungen weiter! – siehe TISS)
Ort: Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13

 

Eine Stadt ohne Zeichen wäre rätselhaft. Aber auch eine Stadt mit vielen Zeichen gibt Rätsel auf. Die Semiologie der Stadt, das System aus Zeichen und Symbolen, überformt den gebauten Raum, setzt sich als sekundärer Raum davor, und ist ephemer und wechselhaft. 

Wir beschäftigen uns mit diesen Zeichensystemen auf unterschiedlichen Ebenen, und führen umfangreiche Analysen dazu durch. Wir entwickeln Konzepte für offene Fragen, und schalten uns in die geordnete und ungeordnete Welt der Zeichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 
LVA Event
Di
17
16:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung (264.072)
Di, 17. Oktober
16:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 
Andere Märkte: Die Architektur der informellen Ökonomie 


Termin: 17. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

In seinem im März 1967 gehaltenen und posthum publizierten Vortrag "Andere Räume" ("Des espaces autres") erörterte Michel Foucault, wie Raum in unserem Zeitalter immer mehr die Form von Beziehungen zwischen Schauplätzen angenommen hat. Er stellte fest, dass in unserer Erfahrungswelt Kontinuität und Dauer von einem ständigen Verbindung-Schaffen verdrängt wurden. An die Stelle klarer Raumprogramme sind instabile Gelegenheitsstrukturen getreten. In jedem von uns benutzten Raum sind so immer auch andere Räume eingelagert - Schattengebilde, Sonderzonen, Ausweichgebiete, Grauräume, Neuland. Vor dem Hintergrund der ökonomischen, politischen und technologischen Umbrüche unserer Zeit wollen wir uns im Wintersemester 2017/18 mit einem ausgewählten Beispiel solcher "anderer Räume" beschäftigen: Mit der Vielfalt informeller Märkte, die im Zuge der globalen Ökonomie entstanden sind.

Vom internationalen Kofferhandel bis zum "wilden" Straßenverkauf, von Untergrund-Märkten bis zu Schwarzmarkt-Arealen, und von alternativen Ökonomien bis zu metropolitanen Hipster-Basaren: Informelle Märkte sind Schauplätze im urbanen Gewebe, an denen nicht nur Waren außerhalb der Norm gehandelt werden, sondern auch Bilder, Gedanken und Werte zwischen unterschiedlichen Welten zirkulieren. Im Seminar setzen wir uns gezielt mit diesen Schauplätzen auseinander, indem wir ihre räumlichen Strukturen, sozialen Milieus und politischen Konditionen untersuchen: Wie funktioniert ein informeller Markt? Welche Akteure spielen eine Rolle? In welchen Räumen findet Schleichhandel statt und wie gestaltet sich das Umfeld eines solchen Marktes? Wie verhält sich dieser Handel zur "geregelten" kapitalistischen Marktökonomie und deren Anspruch auf Raum? Und welche Rolle spielt Architektur in diesem Gefüge? Auf diesen Einstiegsfragen aufbauend widmen wir uns den unterschiedlichen Ausprägungen informeller Ökonomie, indem wir zum einen konkrete Schauplätze besprechen und zum anderen ausgewählte Literatur gemeinsam diskutieren.


Anhand von Literaturstudium, Diskussionen, eigenständigen Recherchen und individuell verfassten Seminararbeiten wollen wir uns in dieser Lehrveranstaltung ein besseres Verständnis der weltumspannenden Geographie dieser neuartigen und extremen räumlichen Konfigurationen der informellen Ökonomie erarbeiten. Als Basis dienen uns dabei Schlüsseltexte von AutorInnen wie Saskia Sassen, Mike Davis oder Teddy Cruz sowie Ergebnisse des am Institut für Kunst und Gestaltung selbst durchgeführten langjährigen Forschungsprojekts Informal Market Worlds. 

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Smorgasburg, Brooklyn, New York, 2014)

 

 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2 (264.148)
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2
Art in Changing Environments / Kunst in einer sich verändernden Umwelt 


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Ort: Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien

 

Erstes Gesetz der Ökologie ist, dass alles mit allem verbunden ist (Barry Commoner). Migration aufgrund von Klimawandel, Hurrikans und ihre Repräsentationen, apokalyptische Narrative und optimistische Projekte, verschwindende Städte, Pilze am Ende der Welt und Raubvögel in Erzminen. KünstlerInnen setzen sich mit diesen ökologischen Veränderungen auseinander. Ihre Arbeit steht oft an der Schwelle zu Aktivismus, und AktivistInnen bedienen sich künstlerischer Strategien. Aufgrund sich verändernder ökologischer Landschaften stellen wir im Seminar die Frage nach verschiedenen Prozessen, die Veränderungen auslösen und analysieren solidarische, reaktive und kritische Herangehensweisen von KünstlerInnen, ArchitektInnen, AktivistInnen und TheoretikerInnen.

 

Im Mittelpunkt stehen konkrete räumliche Veränderungen, die mit ökologischen Krisen, Katastrophen, aber auch mit neuen Verbindungen einher gehen. Wer sind die AkteurInnen und wer ist von den Auswirkungen betroffen? Nach Judith Butler kann das nicht immer voneinander getrennt betrachtet werden - schon gar nicht nach ökologischen Gesichtspunkten. Jedenfalls wollen wir diesen komplexen Verhältnissen nachgehen und sie in kritischen Recherchen und Projekten festhalten.

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Leila in the Reindeer Dress © Cooper & Gorfer)

 

 
 
LVA Event
Di
17
11:00
Einführung Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie (264.152)
Di, 17. Oktober
11:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie
OpenArchitecture

 

Termin: 17. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

Die rasante Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien der letzten Jahre hat nicht nur unseren Alltag entscheidend verändert, sondern auch begonnen, die Bedingungen der Architekturproduktion grundlegend umzugestalten. Anstelle von klar zugeordneten Rollen und Aufgabenstellungen gewinnen in der Durchführung architektonische Projekte flexible Zusammenschlüsse, die sich auf einen Pool an virtuell erreichbare Ressourcen stützen, zunehmend an Bedeutung.

 

Das betrifft zum einen die Frage der Initiierung und Finanzierung von Projekten (z.b. Crowdfunding in allen seinen Varianten) aber auch die Frage der Gestaltung von Architektur selbst: OpenArchitecture beschreibt hier einen Prozess, in dem nicht nur innerhalb einer geschlossenen Gruppe an einem Entwurf gearbeitet wird, sondern über die Nutzung neuer Interaktionsplattformen eine Vielzahl an Betroffenen und Interessierten Eingaben machen, Veränderungen vornehmen und so an der Gestaltung des 'architektonischen Produkts' mitwirken kann.

 

Das  Schlagwort 'Massenkreativität' verspricht hier für die einen ein neues Zeitalter an Beteiligungsmöglichkeiten, für andere verkündet es das drohende Ende des Berufsstands der Architekt/inn/en. Neben der Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf das zukünftige Betätigungsfeld des Architekten/der Architektin, wollen wir uns in diesem Wahlseminar insbesondere den gesellschaftspolitischen Dimensionen von OpenArchitecture widmen: Inwiefern können diese Entwicklungen der Crowd-Beteiligung ein neues Kapitel der Demokratisierung in der Produktion von Raum einläuten? Oder handelt es sich hier vielmehr um eine neue Welle des Outsourcing, in der Kosten und Risiken immer weiter auf die Allgemeinheit abgewälzt werden?

 

weitere Informationen im TISS

(Image: Imagining the Low Line, New York, 2012 (crowdfunded Prototyp))

 

 
 
LVA Event
Di
10
11:00
Einführung Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)
Di, 10. Oktober
11:00 - 01:00
Audi Max, Getreidemarkt 9
 

Einführung

Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)

Termin: 10. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Audi Max, Getreidemarkt 9

 

An dieser LVA können ausschließlich regulär inskripierte, ordentliche Studierende der Studienrichtung Architektur teilnehmen, da nur eine begrenzte Anzahl an Übungsplätzen zur Verfügung steht!

 

Studierenden anderer Studienrichtungen, MitbelegerInnen und a.o. Studierenden sowie ERASMUS-Studierenden empfehlen wir daher, auf die LVA Nr. 264.124 "Beobachtendes Zeichnen 1", LVA Nr. 264.101 "Konstruktives räumliches Skizzieren 1" oder LVA Nr. 264.122 "Subjektive Räume/Raumutopien" auszuweichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 


 
Tagung
Do
30
12:00
Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur Tagung an der Kunstuniversität Linz
 

Einladung zur Tagung

Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur


Termin: 30.11. bis 2.12.2017
Ort: Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 6, A-4010 Linz

 
Erinnerungsorte und Gedenkstätten zu den Verbrechen des NS weisen ein fast schon einheitliches Design auf: das wahrnehmbare Grau in Grau soll offensichtlich die Distanz zu den historischen Ereignissen darstellen, während die pädagogische Arbeit oft darauf abzielt in der grauen Umgebung Empathie zu erzeugen. Was sagt die ästhetische Gestaltung dieser Orte über die Praktiken der Erinnerungskultur aus? Welche Erinnerungspolitiken sind mit diesen Ästhetiken verbunden und welche Ästhetisierungsstrategien sind abzulesen?

Die Tagung „Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur“ lädt Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus den Feldern der Gestaltung, Medien/Kunst/Kulturtheorie und Zeitgeschichte sowie Akteur_innen aus der Gedenkstättenarbeit nach Linz ein, um die vielfältigen Zusammenhänge von Gestaltung, Ästhetik und Politik in der gegenwärtigen Erinnerungskultur in Europa zu diskutieren. Dabei umfasst das ästhetische Moment der Erinnerungskultur neben den künstlerischen Auseinandersetzungen mit der NS-Geschichte auch die Inszenierungen der bzw. in den Gedenkstätten, die Anlage von Ausstellungen, Museen oder Denkmälern, die Präsentation von Exponaten und Inhalten, die in Fallbeispielen auf der Tagung zur Diskussion gestellt werden. Über die Analyse hinaus sollen dabei auch Perspektiven und Szenarien künftigen Erinnerns entworfen werden.

U.a. mit Linde Apel, Gudrun Blohberger, Steffi de Jong, Eva Hohenberger, Birgit Kirchmayr, Alexandra Klei, Angela Koch, Elisabeth Kramer, Tomasz Kranz, Inge Manka, Sylvia Necker, Christof Popp, Martin Schmidl, Wolfgang Schmutz, Cornelia Siebeck, Nicole Six & Paul Petritsch, Katharina Struber, Hannes Sulzenbacher, Corinna Tomberger, Heidemarie Uhl, Susanne Wernsing, Georg Wilbertz.

Programm

 

Kontakt:

TU Wien / Institut für Kunst und Gestaltung 1

Inge Manka Univ.Ass. Dr. DI  
i.manka@tuwien.ac.at


Kunstuniversität Linz

Prof. Dr. Angela Koch  
angela.koch@ufg.at


Webpage der Tagung
http://blog.mkkt.ufg.ac.at/grauingrau/



 

 
 
Vortrag
Do
16
17:00
Vortrag: Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad
Do, 16. November
17:00 - 01:00
Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Einladung zu Vortrag und Diskussion


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Im Rahmen des Lehr- und Forschungsprojekts "DISPLACED" (Harather/Stuefer, Institut für Kunst und Gestaltung 1, TU Wien) arbeiten Architekturstudierende mit Asylsuchenden seit Herbst 2015 an sozialräumlichen und kunstbasierten Gestaltungen zum Thema Flucht-Raum-Bildung.
Mit begleitenden Veranstaltungen werden unterschiedliche themenrelevante Perspektiven zur Diskussion gestellt, um auch Interessierte aus anderen (Fach-)Bereichen anzusprechen und die transdisziplinäre und interkulturelle Vernetzung zu stärken:

 

 


Do 16.11.2017 | 17:00 h

Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien


Dr. Eliane Ettmüller (Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien)

 

 

Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad

 

 

Dieser Vortrag wird Einblicke gewähren in die Frauen betreffenden Aspekte der extremistischen und dschihadistischen Ideologie: 

 

Die Ideologie, die zur Errichtung eines idealen islamischen Staates aufruft, weist den Frauen eine klar definierte und unverzichtbare Rolle zu. Berichte über Kleidungs- und Bewegungseinschränkungen sowie Polygamie und Sklavenhaltung scheinen in einem demokratisch und emanzipatorisch orientierten europäischen Kontext wenig einladend. Dennoch zeigten jüngste empirische Studien, dass sich unter den Personen, die aus Europa ins Konfliktgebiet nach Syrien und in den Irak reisten, um sich dschihadistischen Organisationen anzuschließen, tatsächlich um die zwanzig Prozent Frauen befanden. Und nicht nur Europäerinnen ließen sich dafür begeistern, die IS-Frauenkompanie al-Khansa', bewaffnet und mit einem eigenen Medienarm ausgestattet, lockte Migrantinnen vor allem aus Saudi-Arabien mit einem fast emanzipatorisch anmutenden Diskurs zu sich. Sowohl diese als auch die Brautwerber, die Mädchen aus Europa ins IS-Kalifat lockten, erfanden dabei nichts Neues, sondern faszinierten ihre Anhängerinnen mit der tatsächlichen Umsetzung einer seit Jahrzehnten weltweit gepredigten Ideologie.

 

Dr. Eliane Ettmüller studierte Politik- und Religionswissenschaften in Genf und in Madrid.
2006 erhielt sie ein staatliches Stipendium für angehende ProfessorInnen an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, Universidad Complutense de Madrid. Gleichzeitig absolvierte sie den Postgraduierten-Kurs für Politik- und Verfassungswissenschaften am Centro de Estudios Políticos y Constitucionales.
Promotion an der Universität Heidelberg im Fach Islamwissenschaft.
Bereits während ihrer Studien- und Promotionszeit verbrachte sie fast zwei Jahre in Ägypten, wo sie die arabische Sprache erlernte und nach ihrer Promotion an einem Dokumentarfilmprojekt für al-Jazeera mitarbeitete. Danach diente sie als Delegierte dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Jordanien, Genf und Uruguay. Vom 1. November 2015 bis 30. April 2016 leitete sie für das Wiener Rote Kreuz die Flüchtlingsunterkunft Vordere Zollamtsstraße 7 in Wien.
Zurück an der Universität Heidelberg forscht sie nun wieder zu Themen des islamischen Extremismus, denen sie sich seit 2006 fortwährend wissenschaftlich widmet.

 

                     

Karin HARATHER, Ass.Prof. Mag.art. Dr.phil.
TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung 1
A-1040 Wien, Argentinierstraße 8
T: ++43. 1. 58801. 26414
M: ++43. 676. 93 000 23
F: ++43. 1. 58801. 26491
E: kh@kunst.tuwien.ac.at

 

 
 


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LVA Event
So
1
15:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.144) „Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“
So, 1. Oktober
15:00 - 01:00
Votivpark, 1090 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
„Die Geste der Stilllegung. Eine Option für Widerstand?“



Termin: 1. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Ort: Votivpark, 1090 Wien

 

Dieses künstlerische Projekt bietet eine Einführung in künstlerisches Denken und Handeln anhand der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Performance und ihrer gesellschaftspolitischen Dimension, insbesondere in Bezug auf den urbanen Raum.

Als Antwort auf die Teilnahme an der Performance von Claudia Bosse „Explosion der Stille“ (1.10.-19.10.2017) werden die StudentInnen selbst kleine „Gesten“ im Sinne von „Silllegung“ entwickeln und dafür jeweils den passenden Kontext/ Ort in Wien suchen. 

Die praktische Erfahrung wird ergänzt durch einen Überblick über wesentliche aktuelle Positionen von KünstlerInnen, die mit dem Format von Performance arbeiten und dabei gesellschaftliche Veränderungen anstreben. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung von urbanen „Gesten“, die konkret in die urbane Praxis eingreifen werden. Die Geste ist ein bescheidenes Mittel, das wir aktiv als Möglichkeit eines stillem Widerstands explorieren wollen. Ähnlich wie das Lachen in ausweglosen Situationen als letztes Mittel des Widerstands (z.B. in Syrien) praktiziert wird, kann auch das aktive Lahmlegen oder die Entschleunigung als Zurücknahme - entgegen offensiver aktivistischer Formen - genutzt werden, um Veränderungen anzuregen.

 

weitere Informationen im TISS


 
Termine:

Workshop: Sonntag, 1. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Einführung: Donnerstag 5. Oktober, um 10:00 -13:00, Karlsgasse 13, 1. Stock, SR 264/1
Workshop: Sonntag, 8. Oktober 2017, um 15:00 Uhr, Votivpark, 1090 Wien
Workshop: Dienstag, 17. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien
Workshop: Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 17:00 Uhr, Praterstern, 1020 Wien

Dauer: jeweils circa 3 Stunden


(Image: 
Performance / G20-Gipfel Hamburg, 5.7.2017; Foto: Barbara Holub)

 

 
 
LVA Event
Do
5
14:00
Beginn Künstlerisches Projekt (264.178) „DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte“
Do, 5. Oktober
14:00 - 01:00
OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Beginn

Künstlerisches Projekt (264.144)
DISPLACED. Mobile sozialräumliche Ankerpunkte



Termin: 5. Oktober 2017, 14:00 Uhr
Ort: OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien

 

Als mobiles Raumaktivierungslabor ist das Studio.DISPLACED eine vielseitig nutzbare räumliche Ressource und zugleich Plattform für Vernetzungs- und Aktivierungsaktivitäten.

In diesem Künstlerischen Projekt steht die Prozessorientierung im Vordergrund: Gezielte Recherchen und Kontaktnahmen, das Organisieren von notwendigen Ressourcen und der Aufbau von Netzwerken ist dabei ebenso wichtig wie das Konzipieren und teamorientierte Umsetzen von sozialräumlichen 1:1-Settings. Vorhandene Potenziale sollen im konkreten Kontext der jeweiligen Skills und Interessen der Beteiligten erkannt und genutzt werden.

1:1 sollen in dieser LVA aber auch die menschlichen Beziehungen gestaltet werden: Aus unseren bisherigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen, die Fluchterfahrungen haben, wissen wir, wie wichtig der persönliche Kontakt und das gemeinsame Tun auf Augenhöhe ist: Unsere ArbeitspartnerInnen werden vor allem aus dem nahe gelegenen Haus Erdberg kommen.

Durchaus willkommen ist es aber auch, auf bereits vorhandenen persönlichen Kontakten zu geflüchteten Menschen aufzubauen und diese in das Künstlerische Projekt miteinzubeziehen.

 

weitere Informationen im TISS



 

 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13
 

Einführung

Modul Integrales Kommunikationsdesign und Visualisierung


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr (im Anschluss geht es mit den Vorlesungen und Übungen weiter! – siehe TISS)
Ort: Seminarraum 264/1, Karlsgasse 13

 

Eine Stadt ohne Zeichen wäre rätselhaft. Aber auch eine Stadt mit vielen Zeichen gibt Rätsel auf. Die Semiologie der Stadt, das System aus Zeichen und Symbolen, überformt den gebauten Raum, setzt sich als sekundärer Raum davor, und ist ephemer und wechselhaft. 

Wir beschäftigen uns mit diesen Zeichensystemen auf unterschiedlichen Ebenen, und führen umfangreiche Analysen dazu durch. Wir entwickeln Konzepte für offene Fragen, und schalten uns in die geordnete und ungeordnete Welt der Zeichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 
LVA Event
Di
17
16:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung (264.072)
Di, 17. Oktober
16:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 
Andere Märkte: Die Architektur der informellen Ökonomie 


Termin: 17. Oktober 2017, 16:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

In seinem im März 1967 gehaltenen und posthum publizierten Vortrag "Andere Räume" ("Des espaces autres") erörterte Michel Foucault, wie Raum in unserem Zeitalter immer mehr die Form von Beziehungen zwischen Schauplätzen angenommen hat. Er stellte fest, dass in unserer Erfahrungswelt Kontinuität und Dauer von einem ständigen Verbindung-Schaffen verdrängt wurden. An die Stelle klarer Raumprogramme sind instabile Gelegenheitsstrukturen getreten. In jedem von uns benutzten Raum sind so immer auch andere Räume eingelagert - Schattengebilde, Sonderzonen, Ausweichgebiete, Grauräume, Neuland. Vor dem Hintergrund der ökonomischen, politischen und technologischen Umbrüche unserer Zeit wollen wir uns im Wintersemester 2017/18 mit einem ausgewählten Beispiel solcher "anderer Räume" beschäftigen: Mit der Vielfalt informeller Märkte, die im Zuge der globalen Ökonomie entstanden sind.

Vom internationalen Kofferhandel bis zum "wilden" Straßenverkauf, von Untergrund-Märkten bis zu Schwarzmarkt-Arealen, und von alternativen Ökonomien bis zu metropolitanen Hipster-Basaren: Informelle Märkte sind Schauplätze im urbanen Gewebe, an denen nicht nur Waren außerhalb der Norm gehandelt werden, sondern auch Bilder, Gedanken und Werte zwischen unterschiedlichen Welten zirkulieren. Im Seminar setzen wir uns gezielt mit diesen Schauplätzen auseinander, indem wir ihre räumlichen Strukturen, sozialen Milieus und politischen Konditionen untersuchen: Wie funktioniert ein informeller Markt? Welche Akteure spielen eine Rolle? In welchen Räumen findet Schleichhandel statt und wie gestaltet sich das Umfeld eines solchen Marktes? Wie verhält sich dieser Handel zur "geregelten" kapitalistischen Marktökonomie und deren Anspruch auf Raum? Und welche Rolle spielt Architektur in diesem Gefüge? Auf diesen Einstiegsfragen aufbauend widmen wir uns den unterschiedlichen Ausprägungen informeller Ökonomie, indem wir zum einen konkrete Schauplätze besprechen und zum anderen ausgewählte Literatur gemeinsam diskutieren.


Anhand von Literaturstudium, Diskussionen, eigenständigen Recherchen und individuell verfassten Seminararbeiten wollen wir uns in dieser Lehrveranstaltung ein besseres Verständnis der weltumspannenden Geographie dieser neuartigen und extremen räumlichen Konfigurationen der informellen Ökonomie erarbeiten. Als Basis dienen uns dabei Schlüsseltexte von AutorInnen wie Saskia Sassen, Mike Davis oder Teddy Cruz sowie Ergebnisse des am Institut für Kunst und Gestaltung selbst durchgeführten langjährigen Forschungsprojekts Informal Market Worlds. 

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Smorgasburg, Brooklyn, New York, 2014)

 

 
 
LVA Event
Mi
11
10:00
Einführung Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2 (264.148)
Mi, 11. Oktober
10:00 - 01:00
Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien
 

Einführung

Wahlseminar Kunst und Gestaltung 2
Art in Changing Environments / Kunst in einer sich verändernden Umwelt 


Termin: 11. Oktober 2017, 10:00 Uhr
Ort: Besprechungsraum Galerie, Argentinierstrasse 8, 1040 Wien

 

Erstes Gesetz der Ökologie ist, dass alles mit allem verbunden ist (Barry Commoner). Migration aufgrund von Klimawandel, Hurrikans und ihre Repräsentationen, apokalyptische Narrative und optimistische Projekte, verschwindende Städte, Pilze am Ende der Welt und Raubvögel in Erzminen. KünstlerInnen setzen sich mit diesen ökologischen Veränderungen auseinander. Ihre Arbeit steht oft an der Schwelle zu Aktivismus, und AktivistInnen bedienen sich künstlerischer Strategien. Aufgrund sich verändernder ökologischer Landschaften stellen wir im Seminar die Frage nach verschiedenen Prozessen, die Veränderungen auslösen und analysieren solidarische, reaktive und kritische Herangehensweisen von KünstlerInnen, ArchitektInnen, AktivistInnen und TheoretikerInnen.

 

Im Mittelpunkt stehen konkrete räumliche Veränderungen, die mit ökologischen Krisen, Katastrophen, aber auch mit neuen Verbindungen einher gehen. Wer sind die AkteurInnen und wer ist von den Auswirkungen betroffen? Nach Judith Butler kann das nicht immer voneinander getrennt betrachtet werden - schon gar nicht nach ökologischen Gesichtspunkten. Jedenfalls wollen wir diesen komplexen Verhältnissen nachgehen und sie in kritischen Recherchen und Projekten festhalten.

 

weitere Informationen im TISS

 

(Image: Leila in the Reindeer Dress © Cooper & Gorfer)

 

 
 
LVA Event
Di
17
11:00
Einführung Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie (264.152)
Di, 17. Oktober
11:00 - 01:00
Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)
 

Einführung

Wahlseminar Kunst- und Kulturtheorie
OpenArchitecture

 

Termin: 17. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Seminarraum 8 (Hauptgebäude der TU Wien)

 

Die rasante Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien der letzten Jahre hat nicht nur unseren Alltag entscheidend verändert, sondern auch begonnen, die Bedingungen der Architekturproduktion grundlegend umzugestalten. Anstelle von klar zugeordneten Rollen und Aufgabenstellungen gewinnen in der Durchführung architektonische Projekte flexible Zusammenschlüsse, die sich auf einen Pool an virtuell erreichbare Ressourcen stützen, zunehmend an Bedeutung.

 

Das betrifft zum einen die Frage der Initiierung und Finanzierung von Projekten (z.b. Crowdfunding in allen seinen Varianten) aber auch die Frage der Gestaltung von Architektur selbst: OpenArchitecture beschreibt hier einen Prozess, in dem nicht nur innerhalb einer geschlossenen Gruppe an einem Entwurf gearbeitet wird, sondern über die Nutzung neuer Interaktionsplattformen eine Vielzahl an Betroffenen und Interessierten Eingaben machen, Veränderungen vornehmen und so an der Gestaltung des 'architektonischen Produkts' mitwirken kann.

 

Das  Schlagwort 'Massenkreativität' verspricht hier für die einen ein neues Zeitalter an Beteiligungsmöglichkeiten, für andere verkündet es das drohende Ende des Berufsstands der Architekt/inn/en. Neben der Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf das zukünftige Betätigungsfeld des Architekten/der Architektin, wollen wir uns in diesem Wahlseminar insbesondere den gesellschaftspolitischen Dimensionen von OpenArchitecture widmen: Inwiefern können diese Entwicklungen der Crowd-Beteiligung ein neues Kapitel der Demokratisierung in der Produktion von Raum einläuten? Oder handelt es sich hier vielmehr um eine neue Welle des Outsourcing, in der Kosten und Risiken immer weiter auf die Allgemeinheit abgewälzt werden?

 

weitere Informationen im TISS

(Image: Imagining the Low Line, New York, 2012 (crowdfunded Prototyp))

 

 
 
LVA Event
Di
10
11:00
Einführung Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)
Di, 10. Oktober
11:00 - 01:00
Audi Max, Getreidemarkt 9
 

Einführung

Zeichnen und visuelle Sprachen (Teil 1)

Termin: 10. Oktober 2017, 11:00 Uhr
Ort: Audi Max, Getreidemarkt 9

 

An dieser LVA können ausschließlich regulär inskripierte, ordentliche Studierende der Studienrichtung Architektur teilnehmen, da nur eine begrenzte Anzahl an Übungsplätzen zur Verfügung steht!

 

Studierenden anderer Studienrichtungen, MitbelegerInnen und a.o. Studierenden sowie ERASMUS-Studierenden empfehlen wir daher, auf die LVA Nr. 264.124 "Beobachtendes Zeichnen 1", LVA Nr. 264.101 "Konstruktives räumliches Skizzieren 1" oder LVA Nr. 264.122 "Subjektive Räume/Raumutopien" auszuweichen.

 

weitere Informationen im TISS

 

 
 
 


 
Tagung
Do
30
12:00
Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur Tagung an der Kunstuniversität Linz
 

Einladung zur Tagung

Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur


Termin: 30.11. bis 2.12.2017
Ort: Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 6, A-4010 Linz

 
Erinnerungsorte und Gedenkstätten zu den Verbrechen des NS weisen ein fast schon einheitliches Design auf: das wahrnehmbare Grau in Grau soll offensichtlich die Distanz zu den historischen Ereignissen darstellen, während die pädagogische Arbeit oft darauf abzielt in der grauen Umgebung Empathie zu erzeugen. Was sagt die ästhetische Gestaltung dieser Orte über die Praktiken der Erinnerungskultur aus? Welche Erinnerungspolitiken sind mit diesen Ästhetiken verbunden und welche Ästhetisierungsstrategien sind abzulesen?

Die Tagung „Grau in Grau! Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur“ lädt Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus den Feldern der Gestaltung, Medien/Kunst/Kulturtheorie und Zeitgeschichte sowie Akteur_innen aus der Gedenkstättenarbeit nach Linz ein, um die vielfältigen Zusammenhänge von Gestaltung, Ästhetik und Politik in der gegenwärtigen Erinnerungskultur in Europa zu diskutieren. Dabei umfasst das ästhetische Moment der Erinnerungskultur neben den künstlerischen Auseinandersetzungen mit der NS-Geschichte auch die Inszenierungen der bzw. in den Gedenkstätten, die Anlage von Ausstellungen, Museen oder Denkmälern, die Präsentation von Exponaten und Inhalten, die in Fallbeispielen auf der Tagung zur Diskussion gestellt werden. Über die Analyse hinaus sollen dabei auch Perspektiven und Szenarien künftigen Erinnerns entworfen werden.

U.a. mit Linde Apel, Gudrun Blohberger, Steffi de Jong, Eva Hohenberger, Birgit Kirchmayr, Alexandra Klei, Angela Koch, Elisabeth Kramer, Tomasz Kranz, Inge Manka, Sylvia Necker, Christof Popp, Martin Schmidl, Wolfgang Schmutz, Cornelia Siebeck, Nicole Six & Paul Petritsch, Katharina Struber, Hannes Sulzenbacher, Corinna Tomberger, Heidemarie Uhl, Susanne Wernsing, Georg Wilbertz.

Programm

 

Kontakt:

TU Wien / Institut für Kunst und Gestaltung 1

Inge Manka Univ.Ass. Dr. DI  
i.manka@tuwien.ac.at


Kunstuniversität Linz

Prof. Dr. Angela Koch  
angela.koch@ufg.at


Webpage der Tagung
blog.mkkt.ufg.ac.at/grauingrau/



 

 
 
 


 
Vortrag
Do
16
17:00
Vortrag: Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad
Do, 16. November
17:00 - 01:00
Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien
 

Einladung zu Vortrag und Diskussion


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Im Rahmen des Lehr- und Forschungsprojekts "DISPLACED" (Harather/Stuefer, Institut für Kunst und Gestaltung 1, TU Wien) arbeiten Architekturstudierende mit Asylsuchenden seit Herbst 2015 an sozialräumlichen und kunstbasierten Gestaltungen zum Thema Flucht-Raum-Bildung.
Mit begleitenden Veranstaltungen werden unterschiedliche themenrelevante Perspektiven zur Diskussion gestellt, um auch Interessierte aus anderen (Fach-)Bereichen anzusprechen und die transdisziplinäre und interkulturelle Vernetzung zu stärken:

 

 


Do 16.11.2017 | 17:00 h

Mobiles Stadtlabor in Neu Marx, Karl-Farkas-Gasse 1, 1030 Wien


Dr. Eliane Ettmüller (Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien)

 

 

Einkauf mit Kalaschnikow - Die weibliche Perspektive auf den Dschihad

 

 

Dieser Vortrag wird Einblicke gewähren in die Frauen betreffenden Aspekte der extremistischen und dschihadistischen Ideologie: 

 

Die Ideologie, die zur Errichtung eines idealen islamischen Staates aufruft, weist den Frauen eine klar definierte und unverzichtbare Rolle zu. Berichte über Kleidungs- und Bewegungseinschränkungen sowie Polygamie und Sklavenhaltung scheinen in einem demokratisch und emanzipatorisch orientierten europäischen Kontext wenig einladend. Dennoch zeigten jüngste empirische Studien, dass sich unter den Personen, die aus Europa ins Konfliktgebiet nach Syrien und in den Irak reisten, um sich dschihadistischen Organisationen anzuschließen, tatsächlich um die zwanzig Prozent Frauen befanden. Und nicht nur Europäerinnen ließen sich dafür begeistern, die IS-Frauenkompanie al-Khansa', bewaffnet und mit einem eigenen Medienarm ausgestattet, lockte Migrantinnen vor allem aus Saudi-Arabien mit einem fast emanzipatorisch anmutenden Diskurs zu sich. Sowohl diese als auch die Brautwerber, die Mädchen aus Europa ins IS-Kalifat lockten, erfanden dabei nichts Neues, sondern faszinierten ihre Anhängerinnen mit der tatsächlichen Umsetzung einer seit Jahrzehnten weltweit gepredigten Ideologie.

 

Dr. Eliane Ettmüller studierte Politik- und Religionswissenschaften in Genf und in Madrid.
2006 erhielt sie ein staatliches Stipendium für angehende ProfessorInnen an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie, Universidad Complutense de Madrid. Gleichzeitig absolvierte sie den Postgraduierten-Kurs für Politik- und Verfassungswissenschaften am Centro de Estudios Políticos y Constitucionales.
Promotion an der Universität Heidelberg im Fach Islamwissenschaft.
Bereits während ihrer Studien- und Promotionszeit verbrachte sie fast zwei Jahre in Ägypten, wo sie die arabische Sprache erlernte und nach ihrer Promotion an einem Dokumentarfilmprojekt für al-Jazeera mitarbeitete. Danach diente sie als Delegierte dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Jordanien, Genf und Uruguay. Vom 1. November 2015 bis 30. April 2016 leitete sie für das Wiener Rote Kreuz die Flüchtlingsunterkunft Vordere Zollamtsstraße 7 in Wien.
Zurück an der Universität Heidelberg forscht sie nun wieder zu Themen des islamischen Extremismus, denen sie sich seit 2006 fortwährend wissenschaftlich widmet.

 

                     

Karin HARATHER, Ass.Prof. Mag.art. Dr.phil.
TU Wien, Institut für Kunst und Gestaltung 1
A-1040 Wien, Argentinierstraße 8
T: ++43. 1. 58801. 26414
M: ++43. 676. 93 000 23
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