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Symposium-Planning Unplanned / Workshop 2

6. Dezember 2012

 

 
 
 

Kollaboration, Kooperation, Partizipation < > Konflikt als Produktivkraft

 

Moderation: Mick Wilson (Künstler, Kurator, Theoretiker, Valand Academy, Göteborg)


Impuls Grant Kester (Kunsttheoretiker, University of California, San Diego), Markus Miessen (Architekt, Architekturtheoretiker, Studio Miessen, Berlin, Städelschule Frankfurt)


TeilnehmerInnen

Christoph Chorherr (die Grünen, Wien), Wolfgang Förster (MA 50), Martin Fritz (Kurator, Wien), Barbara Holub (Künstlerin, Architektin, Institut für Kunst und Gestaltung, TU Wien), Sonja Huber (KÖR Wien), Astrid Konrad (MA 19), Yvette Masson-Zanussi (EFAP/ European Forum of Architectural Policies, Brüssel), Alan Mee (Architekt, UCD School of Architecture Dublin), Bernd Vlay (Architekt, Sekretär Europan Österreich, Akademie der bildenden Künste), Georg Winter (Künstler, HBK Saar, Saarbrücken)

 


Themen

Wie verhält sich die Ästhetik kritisch­engagier­ ter Projekte zu sozialem/gesellschaftspoliti­ schem Anspruch? Unter welchen Bedingungen sollen wir wie, mit und für wen kooperieren? Wie wird künstlerische Produktion zwischen einer Unabhängigkeit / einem Blick von „außen“ / einem anderen Expertentum und der Erwar­ tungshaltung des Auftraggebers generiert? Ist Konsens immer gut? Wie viel Beteiligung braucht es? Welche neuen Wege zwischen „bottom up“ und „top down“ gibt es bzw. sind vorstellbar? Partizipative Projekte und neue Kooperationen zwischen Möglichkeitsraum und Abgrund? Wie können Konflikte und au­ßergewöhnliche Handlungsweisen produktiv werden?
Zwischen Pest und Cholera: kritische Infrage­ stellungen „neuer urbaner Praktiken”
In den letzten zehn Jahren hat sich eine ziemlich heftige Debatte rund um eine Reihe von Praktiken entwickelt, die (1) die traditio­nelle Trennung zwischen den Berufen / Stand­punkten des „Künstlers“, „Architekten“, „Raumplaners“, „Aktivisten“ und „Städtebau­ ers“ zu überwinden suchen und (2) sich dabei unmittelbar mit der soziopolitischen Dynamik urbaner Prozesse und der Produktion „neuer“ städtischer Räume auseinandersetzen. Oft sind diese Praktiken ausdrücklich als Versuche angelegt, den Gegensatz zwischen Stadtpla­nung und der ungeplanten, unberechenbaren Entwicklung städtischen Lebens durch die aktive Produktion solcher Dynamiken im Rahmen urbaner Erneuerungs­ und Wachs­tumsprozesse zu überbrücken.
Die oppositionellen politischen Zielsetzun­ gen dieser Projekte – nicht selten verbunden mit Themen wie Basisdemokratie, Aktivismus, Kooperation und Selbstorganisation – standen dabei besonders im Zentrum der Diskussion und Kritik. Das äußert sich häufig in Form einer kritischen Beschreibung von Projekten als „vereinnahmt“, „gentrifizierungsfördernd“ und / oder den Rückzug des neoliberalen Staates aus der „Produktion des Gemeinwohls“ und die radikale Privatisierung des „Sozialen“ besiegelnd und reicht von moderater Kritik bis zu ziemlich polemischen, vernichtenden Urteilen. Für eine eher moderate Form der Kritik steht etwa Phillips und Erdemcis Buch Social Housing – Housing the Social: Art, Property and Spatial Justice (2012): „Seit einigen Jahren schon tragen KünstlerInnen zur Gestaltung und Organisation von Strukturen des Zusammenlebens bei – oft mit zweischnei­ digen Folgen. Wenngleich viele von ihnen radikal neue Formen sozialen Wohnbaus, die Alternativen sowohl zur Privatisierung als auch zur staatlichen Versorgung bieten, ersonnen und umzusetzen versucht haben, so haben sie damit doch auch Gentrifizierungswellen eingeleitet und erkennbar zu der heute vorherr­schenden Kapitalisierung urbaner Infrastruktu­ren beigetragen.“
Wesentlich schärfer ist die Kritik an der „NGO­Kunst“, die BAVO in Texten wie „Always Choose the Worst Option – Artistic Resistance and the Strategy of Over­Identification“ (2007) formuliert hat: „Konfrontiert mit einer offenen Einladung durch dieselben Machtinstanzen, die sie früher zu kritisieren pflegten, haben KünstlerInnen ihre Rolle als sozial engagierte AkteurInnen neu erfunden ... Am symptoma­ tischsten ist wohl der im letzten Jahrzehnt erfolgte Aufstieg dessen, was man als ‚NGO­ Kunst‘ bezeichnen könnte ... Was diese künst­ lerischen Praktiken miteinander verbindet, ist der Gedanke, dass es angesichts der vielen drängenden Probleme keiner Hochkulturstate­ ments, großartigen politischen Manifeste
oder sublimen Ausdrucksformen moralischer Empörung bedarf, sondern eher direkter und konkreter künstlerischer Interventionen, die benachteiligten Bevölkerungsgruppen und Communities bei der Bewältigung ihrer unmittelbaren Probleme helfen ... eine wachsende Armee von KünstlerInnen jettet rund um die Welt, um ihre künstlerisch­kreativen Fähigkeiten in den Dienst der Beurteilung und Lösung von Problemen zu stellen – Problemen, die sie manchmal sogar vorwegnehmen oder herstellen, um soziale Prozesse in Gang zu setzen. Ob es sich um die Entwicklung einer billigen, nachhaltigen und einfachen Methode zur eigenen Wohnraumschaffung für illegale Einwanderercommunities an der US­amerika­ nisch­mexikanischen Grenze (Estudio Teddy Cruz) oder um den Betrieb eines populären Theaters in einem Dritte­Welt­Slum (26’10 south Architects) handelt, stets geht es diesen Pro­ jekten um soziales Empowerment, um kleine, bescheidene Eingriffe zur Verbesserung von ganz spezifischen Lebensbedingungen, und zwar von unten, in enger Zusammenarbeit mit lokalen AkteurInnen und StakeholderInnen ... Engagement wird verstanden als die fortwäh­ rende Produktion innovativer Mikro­Lösungen – sogenannter ‚pocket revolutions‘ – für die realen Alltagsprobleme, mit denen Menschen in ihrer unmittelbaren Lebenswelt konfrontiert sind. Das bedeutet eine fundamentale Abkehr von jeder Tiefenkritik ... und die Hinwendung zu einer Praxis, die sich der Bereitstellung von Antworten, Lösungen, Werkzeugkästen und DIY­Manualen für aktuelle Probleme verschrie­ben hat, nicht selten in enger Kooperation mit großen Marktteilnehmern.”
Der Workshop sucht nach Möglichkeiten, solcher Kritik in der Ausarbeitung spezifischer Projekte und urbaner Praktiken zu begegnen. (Mick Wilson)

 


Mick Wilson ist Künstler, Kurator, Kunst­ theoretiker. Leiter der Valand Academy of Arts, Göteborg, Schweden, Dekan der Graduate School of Creative Arts and Media, Irland (www.gradcam.ie) bis 2012; Vorsitzender von SHARE, einem EU­weiten Netzwerk (www. sharenetwork.eu) für Dorktoratsstudierende der Künste; Mitglied von European Art Research Network (www.artresearch.eu).
Herausgeber (mit Paul O’Neill) von Curating and the Educational Turn, Amsterdam  /  London, (2010). Aktuelle Kunstprojekte / Gruppenaus­ stellungen sind unter anderem: The Food Thing: Of the Salt Bitter Sweet Sea, Dublin, 2012; The Recipe Salons, Dublin, 2012. Aktuelle kollaborative Projekte sind unter anderem the food thing 2011– 2014; und dead publics 2009 – 2013. Jüngste Publikationen sind unter anderem: We Are the Board, But What is an Assemblage?, in Mara Ambrozic & Angela Vettese, (Hrsg.) Art as a Thinking Process, Sternberg Press (2012).

 
 
 
 
 
 
 
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